Google und Metatags

Immer wieder tauchen beim Thema Suchmaschinenoptimierung (SEO) Fragen zu Metatags, deren Einsatz und der Bewertung durch Google auf. Soll man Keywörter mit Kommata trennen, wie viele Keywörter sollten maximal eingesetzt werden, darf man Keywörter verwenden, die nicht im Content der Seite enthalten sind usw. Gerade in letzter Zeit scheinen viele Webmaster sich wieder verstärkt um Ihre Metatags zu sorgen, was zum einen daran liegen mag, dass keiner so recht weiß, ob und wenn ja in welcher Weise Google die Metatags in die Bewertung der Seiten mit einbezieht, zum anderen aber auch daran, dass man für Newcomer im Suchmaschinenbusiness gerüstet sein will, denn noch vermag keiner einzuschätzen, ob es Microsoft und Co. Gelingen mag, den Platzhirsch Google wirklich Konkurrenz zu machen.

Und da man auch von der potentiellen Konkurrenz nicht weiß, wie diese denn genau die Metatags bewerten, optimiert man getreu der Devise: Es kann ja nicht schaden.

Besser sollte es wahrscheinlich heißen: Man optimiert so, dass es auch bei einer Beachtung durch Suchrobots nicht schaden kann. Stellt sich die Frage, wann Metatags denn überhaupt einer Webseite schaden können. Sicher, wenn sie ähnlich den Doorwaypages von Google und Co. als Suchmaschinen-Spam interpretiert wird. Wer also z.B. in seinen Metatags nur Keywörter verwendet, die im Content der Seite nicht auftauchen und auch sonst keinen Bezug zum Thema der Seite haben, der kann sich sicher sein, dass Google dies recht schnell bemerken und entsprechend darauf reagieren wird. Auch die Anzahl der Keywörter spielt hier eine Rolle. Wer mehrere Tausend Keywörter in seinen Metatags enthalten hat, könnte auch hier davon ausgehen, dass Google diese entweder ignoriert oder im schlimmsten Falle die Seite aus dem Index verweist.

Aber alle Theorie ist grau, denn momentan spielen Metatags bei Google nach Meinung aller SEO-Experten keine große Rolle. Nimmt man gar Keywords, die im Content nicht vorkommen, so kann man sicher sein, dass diese von Google derzeit ignoriert werden, denn Google hat relativ schnell erkannt, dass der Schaden von Metatagspam größer wäre als der Nutzen durch Metatags. Und Google ist auch ohne diese Metatags in der Lage, die Seiten entsprechend zu kategorisieren. Bei Keywords, die sich auch im Content befinden, ist es nicht auszuschließen, dass diese von Google als leichtes Plus gewertet werden. Hier sollte allerdings das Motto gelten: Weniger ist mehr.

Aus den genannten Gründen ist ein vernünftiger Einsatz von Metatags derzeit zwar nicht unbedingt erforderlich, kann aber aufgrund des geringen Erstellungsaufwandes auch nicht schaden. Im Netz finden sich unzählige Metataggeneratoren, die einem automatisch die Keywords in den entsprechenden Quellcode schreiben und Ihnen somit die Erstellung erleichtern.

An dieser Stelle sollte vielleicht noch einmal klargestellt werden, dass hier wirklich nur von Metatags die Rede ist. Ganz anders sieht die Sache natürlich beim Title-Tag aus, der eine sehr bedeutende Rolle bei der Indizierung von Webseiten durch Google spielt, der aber definitiv kein Metatag ist..