Allgemeine Regeln für suchmaschinenfreundliche Seiten
Um andere Webseiten im Ranking der Suchmaschinen zu schlagen, ist erst im zweiten Schritt die reine On-Page Suchmaschinen-Optimierung erforderlich. Davor gilt es einige allgemeingültige Vorgehensweisen zu beachten, die in erster Linie dem Nutzer der eigenen Seite zugute kommen. Nicht umsonst lautet einer der Google Grundsätze bei den Webmaster Richtlinien, dass man Seiten für Benutzer bauen soll und nicht für Suchmaschinen. Die folgenden Richtlinien sollten also vor allem unter dem Aspekt einer besseren Nutzerfreundlichkeit gesehen werden. Dass sie sich gleichzeitig positiv auf die Suchmaschinenbewertung auswirken, darf als nettes Bonbon gesehen werden.
Wer langsam lädt ist raus
Anzeige:
Nichts ist frustrierender für den Surfer, als ein gähnend langsamer Seitenaufbau. Die eigene Website sollte immer verfügbar sein und alle Seiten schnell ausliefern. Grosse Seiten mit mehr als 120 KB Seiteninhalt sind unter allen Umständen zu vermeiden, da sie bei Nutzern mit langsamen Internetanschlüssen sehr lange laden. Immerhin zwei Drittel aller AOL Kunden gehen noch über Modem oder IDSN ins Netz. Ist die Seite nach 10 Sekunden nicht ausgeliefert, brechen die meisten Suchmaschinen Crawler das Indizieren ab. Der Nutzer hat bestimmt schon nach 5 Sekunden Wartezeit das Weite gesucht. Für die Seitengrösse existiert bei fast allen Suchmaschinen eine obere Schranke. Es ist davon auszugehen, dass eine Seite nicht mehr von allen Suchmaschinen aufgenommen wird, wenn die Dateigrösse über 210 KB liegt. In diesem Bereich liegt die Schranke der Suchmaschine von Yahoo!. Google ist etwas grosszügiger, mit maximal erlaubten 520 KB. MSN ist quasi generös und indiziert sogar Dateien die über 1 MB gross sind.
Das richtige HTML
Viele Webmaster nehmen es leider billigend in Kauf, wenn der HTML Markup Code ihrer Seite nicht valide ist. Moderne Browser sind in der Lage die Seiten trotzdem richtig anzuzeigen. Für eine Suchmaschine ist es jedoch ein Unterschied, ob eine HTML Seite dem gültigen Webstandard entspricht oder nicht. Alle Seiten einer Webseite sollten mit dem W3C Validator auf Gültigkeit überprüft werden. HTML Konformität kann man auch als Qualitätssiegel gegenüber einer Suchmaschine bezeichnen. Würde man selbst nicht eine zertifizierte Autowerkstatt, dem Schrauber an der Ecke vorziehen?
Bei der Umsetzung des HTML Codes, kann man bereits den Grundstein für eine gute Suchmaschinenplazierung legen, wenn man "schlankes" HTML Markup produziert und die richtigen semantischen Tags an der richtigen Stelle einsetzt. Hauptüberschriften gehören in ein h2 Tag, Unterüberschriften werden über H2 oder H3 Tags hervorgehoben. Sollen besondere Passagen im Text hervorgehoben werden, kann das durch STRONG Tags geschehen. Das Layout sollte idealerweise unter Verwendung von Cascading Style Sheets (CSS) formatiert werden. CSS versetzt den HTML Programmierer in die Lage, den Quellcode auf ein Minimum zu reduzieren und designtechnische Vorgaben in eine externe Stylesheet Datei auszulagern. Dadurch bestehen die ausgelieferten Seiten fast nur noch aus semantisch korrekter Formatierung. Für das I-Tüpfelchen, baut ein guter CSS Programmierer die eigentlichen Inhalte der Seite ganz oben im Quellcode ein. Dadurch erscheint der Text noch vor den wiederholenden Elementen wie der Navigation und sorgt für die richtige "Keyword Prominence".
Frames sind out
Frames sind eine alte HTML Technik aus der Anfangszeit des Internet. Suchmaschinen "mögen" keine Webseiten, die auf Frames basieren. Wer vor die Wahl gestellt ist, sollte auf Frames unbedingt verzichten, da sie auch nicht besonders nutzerfreundlich sind (der Zurück-Knopf des Browsers funktioniert zum Beispiel nicht mehr so gut).
Sitemaps sind in
Wenige Webseiten bieten heutzutage noch eine Sitemap an. Dabei sind Sitemaps eine hervorragende Gelegenheit, um Nutzern und Suchmaschinen Crawlern die Möglichkeit zu geben, schnell in tiefere Ebenen der Webseite vorzudringen. Die Sitemap ist meistens direkt von der Homepage aus verlinkt und für den Spider leicht zu erreichen. Alle Links die sich auf der Sitemap befinden, können leicht indiziert werden.
Suchbegriffe finden
Die hohe Kunst der Suchmaschinenoptimierung fängt unter anderem damit an, die richtigen Suchbegriffe zu finden. Wenn man seine eigenen Ziele definiert hat, ist es an der Zeit zu fragen "Wonach suchen meine potentiellen Nutzer eigentlich?". Gute Suchbegriffe lassen sich zunächst natürlich durch eigene Überlegung finden. Allerdings besteht dann eventuell die Gefahr die sprichwörtliche "rosarote Brille" auf zu haben. Vielleicht entsprechen die eigenen Ideen gar nicht dem tatsächlichen Verhalten der Nutzer. Weitere Meinungen kann man sich zum Beispiel im Rahmen eines Brainstormings mit Freunden oder Verwandten einholen. Lassen Sie die ausgewählten Personen einfach eine Liste von 10 Suchbegriffen oder Suchphrasen eingeben, die diese in einer Suchmaschine verwenden würden.
Am Ende der Brainstorming Phase erhält man idealerweise eine Liste von 30 bis 100 Suchbegriffen und Phrasen, die jetzt überprüft werden wollen. Zur Überprüfung eignen sich einige freie Onlinetools aus dem Bereich der bezahlten Suchergebnisse.
Zu jedem erarbeiteten Suchbegriff, kann mit Hilfe dieser beiden Tools leicht bestimmt werden, wie oft danach gesucht wird. Aus der Menge der Begriffe werden die ausgewählt, die weder zu heiss, noch zu kalt sind. Ein Suchbegriff wie "Reise" wird zwar mehrere hunderttausend Mal im Monat gesucht, ist aber definitiv zu heiss umkämpft. Die SEO Konkurrenz läßt sich leicht ausfindig machen, wenn man in der Suchmaschine den Modifikator "allintitle: Reise" verwendet. Dann werden nämlich nur die Suchergebnisse angezeigt, bei denen im HTML Title der Begriff "Reise" vorkommt. Geht man davon aus, dass viele Suchmaschinenoptimierer das Title Tag nutzen, gibt es über sechs Millionen Konkurrenz-Webseiten.
Einen Suchbegriff kann man als "zu kalt" bezeichnen, wenn danach weniger als 100 Mal im Monat gesucht wird. Gute Suchbegriffe für schnelle Erfolge werden mehr als 500 Mal monatlich gesucht und liefern für den "allintitle:" Modifikator weniger als 100.000 Treffer zurück. Während man früher davon ausgegangen ist, ausschließlich auf Keywords zu optimieren, die nur aus einem Wort bestehen, kann man heutzutage durchaus erfolgreicher sein, wenn man auf Keywordphrasen bestehend aus mehreren Worten optimiert.
Der "Surfer" oder der "Informierende" nutzt häufig Suchbegriffe mit nur einem Wort, während der "Handelnde" gerne auch zwei oder drei Worte in die Suchbox eintippt. Sind gute Suchbegriffe gefunden, gilt es den Inhalt der eigenen Seite entsprechend darauf zu optimieren.
- Webseite indizieren lassen
- Hilfe für Googlebot & Co.
- Allgemeine Regeln
- Inhalte optimieren
Anzeige: